Tag 7 - 21.2.2026

🧭 Navigation

  • Startposition 15.02.26, 18:25 Uhr: 5°2′22″ S  105°5′5″ W

  • Endposition 16.02.26, 20:20 Uhr: 5°20′9″ S  108°4′15″ W

  • Kurs: 245°

  • Tagesmeilen: 190 sm

  • Geschwindigkeit: 7,5-9 kn

🌤️ Wetter & See

  • Wind: 15-20kn

  • Wellen: 1,5 m

  • Bewölkung / Wetter: 5-7/10, trocken

  • Temperatur: 28°

Pazifik - der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan nannte ihn 1520 „Mar Pacífico“ (= friedlicher Ozean), weil er auf seiner Reise zunächst ruhige Gewässer erlebte.

Ähnlich haben auch wir den Pazifik in der ersten Woche auf unserer Reise von den Galapgosinseln zu den Marquesas erlebt.  Wind von 6-10 Knoten, so dass die Geschwindigkeit unter Segel die vom Skipper geplante Durchschnittsgeschwindigkeit nicht erreicht werden konnte. Die Konsequenz war, dass wir einen den beiden Motoren in dieser Zeit nahezu immer mitlaufen ließen.

Auf den Apps, die die Windströmung darstellten, war klar zu sehen, dass wir uns in einer windarmen Zone befanden, die sich mit der Zeit immer mehr in unsere Fahrtrichtung ausstreckte. Unser bisheriger Kurs würde uns nicht wirklich aus der Flautenzone rausbringen. Vor zwei Tagen hatten wir uns entschlossen, den Kurs um 35 Grad nach Süden zu verlegen, um doch noch in die Windzone zu gelangen, die einen kontinuierliche Windgeschwindigkeit  von 15 Knoten versprach.

Motiviert hat uns auch der Umstand, dass wir an der Tankanzeige merkten, dass wir bereits ein Viertel unseres Diesels versprudelt hatten. Wir hatten zwar 1000 l Diesel an Bord, das würde aber nicht ausreichen, um die ganze Strecke die Unterstützung des Motors nutzen zu können.

Nach eineinhalb Tagen merkten wir, dass uns der neue Kurs der von uns angestrebten Windzone nicht wirklich näher brachte. Mit der Zeit dehnte sich die windarme Zone auch in unsere neue Fahrtrichtung aus. So änderten wir wieder den Kurs auf 245 Grad Richtung Marquesas.

Am Freitagnachmittag und -abend begann dann der Wind aufzufrischen. 15 Knoten wahrer Wind machte es möglich den Motor auszuschalten und Diesel zu sparen.

Der Wind verstärkte sich in der Nacht weiter bis auf 20 Knoten, manchmal auch etwas darüber. Eine Fahrtgeschwindigkeit von 7,5 bis 9 Knoten erfreute uns sehr. Tagsüber hielt der Wind Stärke und Richtung bei und machte eine Tagesmeilenleistung (24 Stunden) von 190 Meilen möglich. Dazu trug auch wesentlich der Genaker (großes Vorsegel) bei, der uns half den Wind wirklich auszunützen.

Mit dem stärkeren Wind war auch eine höhere Wellenbildung verbunden. Die kamen, wie auch der Wind, aus raumer Richtung (schräg von hinten), sodass die Bewegung des Bootes sowohl längs als auch quer erfolgte. Das erforderte mehr Geschicklichkeit sich auf dem Boot zu bewegen. Gerade in der Nacht tragen wir aus Sicherheitsgründen auch unsere Schwimmwesten, wenn wir uns außerhalb der Brücke bewegen müssen.

Nun noch ein kurzer Auszug aus Ralf´s Aufzeichnungen:

Der Wind kommt von schräg achtern und die Fahrt geht ohne Motor voran. Es standen keine größeren Segelmanöver an, so dass einige anstehende Arbeiten erledigt werden konnten.: Felix demontierte den provisorisch verlegten An-Ausschalter des Plotters (der an der Brücke montiert war), und befestigte ihn wieder am Generator, wo wir ihn vor ein paar Tagen abmontiert hatten. Ich helfe ihm beim Wäsche aufhängen (wir hatten die Waschmaschine in Betrieb),

während Gabriela ein Kuchen bäckt.

Lis sitzt mit flauem Magen auf der Brücke und schaut in die Ferne oder in ihren E-Reader. Ich fixiere unsere Bananenstaude neu. Reinhard schreibt das „Abendblatt“. So geht der sonnige Tag bei gutem Wind dahin. Zum Abendessen gibt es Garnelen/Fischcurry (mit unserer selbstgefangenen Goldmakrele). Wie immer ausgesprochen lecker.

Das Abendkino hatte wieder einen besonderen Sonnenuntergang im Programm, den wir alle verfolgten bis von der Sonne nichts mehr zu sehen war. 

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