Tag 6 - 20.2.2026

🧭 Navigation

  • Startposition 19.02.26, 18:25 Uhr: 4°21′22″ S  102°41′9″ W

  • Endposition 20.02.26, 20:20 Uhr: 5°2′22″ S  105°5′5″ W

  • Kurs: 245°

  • Tagesmeilen: 149

  • Geschwindigkeit: 4,5-7,5 Kn

🌤️ Wetter & See

  • Wind: 7-12kn

  • Wellen: 30-45 cm

  • Bewölkung / Wetter: 7-9/10, naß und trocken

  • Temperatur: 28°

Ich werde am Morgen munter und vermisse das bis dato vertraute Blau beim Blick aus dem Seitenluk meiner Kabine. Statt dessen präsentiert sich ein Grau in Verbindung mit Regentropfen, die schräg nach unten verlaufen. Auch der Blick durch die Dachluke bestätigt den ersten Eindruck des neuen Tages.

Die See weist ein leichte Dünung auf. Wenig Wind, der Motor läuft.

Der Skipper erzählt mir, dass er bei nahendem Regen dabei war, die Dachluke seiner Kabine zu schließen, als plötzlich etwas gegen seine nackte Brust platschte. Er stellte fest, dass der Eindringling kein fliegenden Fisch war, was er auch schon erlebt hatte, sondern um einen kleinen Tintenfisch, einen Kalamari. An Deck habe er am Morgen, dann noch einige andere dieser Tiere gefunden.

Es ist schon spannend, wie es Tintenfischen gelingt die doch etwas mehr als einen Meter hohe Bordwand zu überspringen um dann auf dem Deck bzw. in der Kabine zu landen. Interessant wäre auch die Antwort, was die Tiere überhaupt veranlasst aus dem Wasser zu springen.

Zuletzt haben wir noch zwei Kalamari gefunden, die auf dem Anker gelandet sind.

Auch den restlichen Tag haben sich die Wolken nicht wirklich verzogen. Gelegentlich zeigte sich an einigen Stellen am Himmels das ersehnte Blau.

An diesem Tag gab es wieder Fischalarm. Diesmal war es ein blauer Marlin, der sich heftig gegen das Gefangenwerden wehrte. Er hatte eine Größe von etwa ein bis eineinhalb Meter, aber soviel Kraft, dass ihm die Angelschnur nicht gewachsen war und riß. Die Angelschnur ist für eine Belastung bis 50 kg ausgelegt, das hat aber trotzdem nicht gereicht. Mit zahlreichen Sprüngen aus dem Wasser entfernte er sich wieder vom Boot.

Gegen Abend verstärkte sich der Wind und wir konnten auf die Unterstützung durch den Motor verzichten. Am Horizont bildeten sich mehrere große Cumuluswolken, an deren Unterseite breite Regenvorhänge die See erreichten. Unser Kurs führte geradewegs auf eines dieser Ungetüme zu. Ich fragte den Skipper , ob er der Meinung sei, dass sein Boot gereinigt werden müsse und er es deshalb in diese Waschanlage steuere.

Letztendlich trieb der vorhandene Wind diese Wolkenmauer mit Waschmaschine nach steuerbord. Wir mussten unseren Kurs auch nicht mehr ändern und blieben von diesem Starkrregen verschont.

Ansonsten war an diesem etwas trüben Tag nicht viel los, was zu erzählen wert wäre.

Bei Videotelefonaten mit meinen Kindern mussten wir über unser verschiedenes Outfit lachen. Winterbekleidung versus kurze Hose.

Ach ja, zum Essen gab es Coq au Vin, also Huhn mit Wein 🤗. Was haben wir für ein Glück, das Gabriela so gerne und gut kocht.

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