Tag 17 - 3.3.2026
🧭 Navigation
Startposition 02.03.26, 20:00 Uhr : 8°37′53″ S 131°22′34″ W
Endposition 03.03.26, 20:00 Uhr : 9°11′15″ S 133°39′58″ W
Kurs: 245°
Tagesmeilen: 140 sm
Geschwindigkeit: 5-7 kn
🌤️ Wetter & See
Wind: 9-13 kn
Wellen: 0,5 m
Bewölkung / Wetter: 3/10, trocken
Temperatur: 28°
Den Sonnenaufgang am 3.3. hätte man auch gut als Sonnenuntergang verkaufen können. Eine rote Sonne erhob sich aus dem Meer, gedeckelt von einem dunklen Wolkenband, darüber das immer heller werdende Blau des Morgenhimmels.
Das war eigentlich der wirkliche Unterschied zu dem Wetter der drei vorausgegangenen Tage. Wind , Windrichtung, Wellen und Bewölkung gleichen sich seit Tagen.
Einen Unterschied gibt es jedoch zwischen unserer Zeit am Boot und der Zeit zu Hause. Wenn wir um 09:00 Uhr frühstücken, ist bei so manchem daheim schon Zeit zum Abendessen. Wir haben einen Zeitunterschied von 10 Stunden, was es für uns nicht einfach macht Kontakt mit Freunden und Verwandten übers Handy zu halten. Auch für die Daheimgebliebenen ist das manchmal nicht leicht sich auf unsere Tageszeit einzustellen, was man bei Anrufen um 03:00 Uhr bemerkt.
Einen weiteren Unterschied gab es in der Besegelung. Wir haben heute dem Wingaker eine Schonzeit verpasst und statt dessen zusätzlich zum Genaker die Genua gesetzt. Daraus ergab sich ein sogenannter “Butterfly”, also Schmertterling. Schmetterling deshalb, weil der Genaker seine Leine steuerbords und die Genua die ihre backbords angeschlagen hatte und sich so ein Bild eines weißen Schmetterlings ergab, der vor unserem Boot dahinflog. Ein herrliches Bild.
Beim Essen der Äpfel drängte sich ein Bild von zu Hause auf, als wir bei einem derselben ein Pickerl mit der Aufschrift Royal Gala, Südtirol bemerkten. Die Äpfel kauften wir auf den Galapagosinseln. Sie hatten also den gleichen Weg zur Verkaufsstelle wie wir.
Einen Badestopp machten wir auch. Es ist immer ein besonderer Moment auf offener See bei einer Tiefe von 4000 bis 5000 Meter schwimmen zu können. Eine Leine, die das Boot hinter sich herzieht ist natürlich unverzichtbar, da der Wind das Boot natürlich vor sich herschiebt, auch ohne Segel.
Apropos Sonnenuntergang. Der durfte natürlich auch nicht fehlen und wurde auch geliefert.