Tag 16 - 2.3.2026
🧭 Navigation
Startposition 01.03.26, 20:00 Uhr : 8°37′53″ S 128°55′58″ W
Endposition 02.03.26, 20:00 Uhr : 8°37′53″ S 131°22′34″ W
Kurs: 245°
Tagesmeilen: 145 sm
Geschwindigkeit: 5-8 kn
🌤️ Wetter & See
Wind: 9-15 kn
Wellen: 0,5 m
Bewölkung / Wetter: 3/10, trocken
Temperatur: 28°
Schön langsam geht mir beim Beschreiben des Wetters der Stoff aus. Der heutige Tag gleicht den beiden vorangegangenen, das heißt, es war wieder “Spinakerzeit”.
Diesmal wurde er schon um 06:00 Uhr morgens gesetzt und erst beim Wachwechsel um 00:00 Uhr eingeholt. Kontinuierlich zog er das Boot nach Westen, den Marquesas entgegen.
Ein Ehepaar, das Gabriela und Felix in der Karibik kennengelernt hatten, machten sich vor einigen Tagen auch von den Galapagosinseln Richtung Marquesas auf. Auch bei ihnen bereitete der Pazifik seinem Namen alle Ehre (Flaute) und sie entschlossen sich zuerst nach Süden zu motoren, um dort in die Windzone zu kommen. Den Wind haben sie dann erreicht, bzw. der Wind sie und er blies mit 35 Knoten und verursachte entsprechend hohe Wellen. Felix meinte, wenn uns dieses Wetter erwischt hätte, wäre dies ein wirklicher Härtetest für Lis und Ralf gewesen. Aber alles brauchen wir auch nicht 😅.
Das angenehme Segelwetter das wir hatten, bot dann auch eine Gelegenheit mein neues “Spielzeug”, eine 360 Grad Kamera auszuprobieren. Ich hatte sie mir extra für diese Reise gekauft und nun Zeit mich mir ihr und dem Schnittprogramm anzufreunden. Wieder ein Zeitfresser, dachte ich mir auch, als alles nicht so einfach von der Hand ging. Es war aber interessant und nach einiger Zeit machte es auch Spaß.
Einsatz zeigte auch Felix. Vor unserer Abfahrt hatten wir auf den Galapagosinseln noch eine Staude Bananen im grünen Zustand gekauft. Als Draufgabe erhielten wir von der Verkäuferin noch einen Bund reifer Bananen, die hervorragend schmeckten. Bei den grünen Bananen, die wir auf der Brücke hinter der Sitzlehne verzurrt hatten, dauerte es noch einige Tage, bis sie zu genießen waren. Nach zweieinhalb Wochen, im immer 26-28 Grad warmen Wetter (Tag und Nacht), waren aber der Genussfähigkeit der Bananen doch Grenzen gesetzt. Die Staude mit noch einigen verbliebenen Bananen erhielt dann ein Seebegräbnis erster Klasse. Ralf beförderte sie mit Schwung in den Pazifik. Ja, und Felix machte sich dann mit dem Kärcher daran, die Spuren der Bananenstaude, die sie an ihrem Aufenthaltsort hinterlassen hatte, zu beseitigen. Das dauerte dann doch einige Zeit. Weil er gerade dabei war wurde auch das Deck rund um die Brücke, also eigentlich die ganze andere Deckoberfläche damit gesäubert. Nur die Tinte von den Tintenfischen ließ sich nicht zur Gänze entfernen.
In der letzten Nacht gab es als Zugabe zum Beinahevollmond noch eine teilweise Mondfinsternis. Er befand sich zum Teil im Erdschatten, was ich sogar mit meinem Handy, mit dem ich alles Bisherige fotografiert und gefilmt habe, dokumentieren konnte.
Laut Wachplan bin ich wieder von 03:00 bis 06:00 dran. Also ab in die Koje.