Tag 1 - 15.02.2026
🧭 Navigation
Startposition 14.02.26, 13:13 Uhr: 0°45′27″ S 90°18′2″ W
Endposition 15.02.26, 18:25 Uhr: 1°32′17″ S 93°9′46″ W
Kurs: 270°
Tagesmeilen: 180
Geschwindigkeit: 6-6,5 Kn
🌤️ Wetter & See
Wind: 7kn
Wellen: 20 cm
Bewölkung / Wetter: 5-7/10, überwiegend trocken
Temperatur: 29°
Die Nachtwachen hatten einen ruhigen Dienst. Der neue Tag begrüßte uns mit einem ähnlichen Wetter, wie am Vortag. Der Wind blies mit einer Stärke zwischen 4 und 6 Knoten, was zu wenig war um den Motor nicht weiter mitlaufen zu lassen. Das Meer war relativ ruhig, die langgezogene Dünung hob und senkte das Boot um ca. einem guten halben Meter. Die Wellen kamen von schräg achtern, sodass es auch eine seitliche Bewegung des Bootes gab.
An diesem Tag wurden wir von einem Begrüßungskomitee des Pazifik empfangen.
Um 12:30 Uhr bemerkten wir einen etwa 2,5 - 3m großen Hai in einer Entfernung von ca. 30 Metern. Wir konnten ihn ein halbe Stunde beobachten. Als er dann in einem Abstand von 3 Meter am Boot vom Bug kommend nach achtern vorbeischwamm, stellten wir fest, dass es sich um einen Hammerhai handelte. Diese Art ernährt sich von hartschaliger Nahrung wie Krabben, Garnelen, Seepocken und Muscheln. Menschen stehen nicht auf seinem Speiseplan.
Eine Stunde später begrüßte uns eine gut gelaunte Delphinschule von mehr als 10 Delphinen. 10 Minuten schwammen sie neben und vor uns und vollführten auch etliche akrobatische Sprünge. Ein tolles Schauspiel, worüber sich die ganze Mannschaft freute.
Um 15:30 legten wir eine Schwimmpause ein. Das Vorsegel wurde geborgen, der Motor ausgestellt und ein lange Schwimmleine ausgebracht, die als Sicherungsleine für uns diente. Das Boot wurde von dem Wind langsam nach Westen getrieben, es war jedoch möglich diese Geschwindigkeit mit kräftigen Schwimmbewegungen einzuhalten. An der Schwimmeine konnte man sich immer nachziehen lassen.
Der Abend begann wieder mit einem tollen Sonneuntergang vor unserem Boot. Da unser Boot ja nach Westen fährt, geht die Sonne immer vor unserem Bug unter.
Gabriela zauberte aus dem am Tag zuvor gefangenen Tunfisch ein tolles Abendessen, das wir sehr genossen.
Die Nachtwachen hatten nach wie vor das Problem, dass das Radar das kurz nach unserer Abfahrt von den Galapagosinseln ausgefallen war, noch nicht funktionierte. Das AIS-Systtem meldete jedoch sich nähernde Schiffe mit Alarm. Auf unsrem Kurs lag eine Flottilie von Fischern aus Micronesien, die ihrer Arbeit nachgingen. Einige der Schiffe unterschritten den Warnradius des AIS-Systems,, sodass die Alarmierung einsetzte. Eine Kursänderung war jedoch nicht nötig.
Mal schauen, ob sich das Problem mit dem Radar am nächsten Tag lösen lässt.