2. Tag - 16.2.2026
🧭 Navigation
Startposition 15.02.26, 18:25 Uhr: 1°32′17″ S 93°9′46″ W
Endposition 16.02.26, 20:20 Uhr: 2°5′18″ S 95°44′4″ W
Kurs: 255°
Tagesmeilen: 158
Geschwindigkeit: 6-6,5 Kn
🌤️ Wetter & See
Wind: 5-7kn
Wellen: 25 cm
Bewölkung / Wetter: 3-5/10, trocken
Temperatur: 28°
An den Wetterverhältnissen hat sich gegenüber dem Vortag keine Änderung ergeben. Nach wie vor bläst der raume Wind (schräg achteraus) lediglich mit 5-7 Knoten. Nur mit Segeln, auch mit dem Spinaker würde lediglich ein Geschwindigkeit von 3 Knoten erzielt werden, was zuwenig ist. Also, der Motor läuft mit etwa 1400 Umdrehungen zur Unterstützung mit, sodass wir ein Geschwindigkeit zwischen 6 und 6,5 Knoten einhalten können.
Nach dem Radar hat sich nun auch die zentrale Einheit des Steuerstandes, der Kartenplotter mit dem Autopiloten verabschiedet und muss immer wieder neu gestartet werden, damit er dann für eine kurze Zeit wieder funktioniert.
Felix ist mit einem Spezialisten von Raymarin per Email im Austausch. Empfohlen wurde ein Softwareupdate (die ganze Anlage ist erst 2 Jahre alt, also nahezu neu). Eine Datenmenge von nahezu ein Gigabyte war runterzuladen, was auch mit Starlink einige Zeit dauerte. Trotz mehrfachen Durchführens des Updates änderte sich an der Problematik nichts. Die ganze Aktion dauerte ca. 6-7 Stunden.
Während dieser Zeit war der Rudergänger wirklich Rudergänger und musste den Katamaran per Hand steuern.
Letztendlich mussten wir uns damit abfinden, dass neben dem Radar auch die AIS-Ortungsystem, die damit verbundene Annäherungswarnung betreffend anderer Schiffe ausfiel. Die gesamte Elektronik verabschiedete sich zwei bis dreimal pro Stunde. Das hieß, jedesmal wenn der Warnton die Dienstquittierung des Kartenplotters anzeigte, musste dieser ausgeschaltetet und wieder eingeschaltet werden. Zuvor musste das Steuerrad fixiert werden, einen Stock tiefer zum Elektrokasten gelaufen werden, den Ausschalter betätigt werden um ihn dann nach einigen Sekunden wieder einzuschalten. Dann wieder zum Steuerstand, den Autopiloten einschalten, in der Hoffnung dass er die neue Programmierung akzeptierte.
Das alles ist nicht ganz stressfrei. Der Gedanke, dass mehr als 90% der Strecke noch vor uns liegen ist auch nicht wirklich beruhigend. Wir hoffen dass in den nächsten Tagen mit Unterstützung von schlauen Personen aus der Heimat sich noch ein Lösung finden lässt.
Die Tierwelt ist der Meinung, dass es mit der erfolgten Begrüßung bis aufs weiteres genug Show geboten wurde.. Weitere Meeresbewohner haben sich nicht mehr blicken lassen. Was wir bemerken sind kleine Schwärme von kleinen fliegenden Fischen, die vor unserem Bug immer wieder aus dem Wasser aufsteigen, um dann 10 bis 20 Meter später wieder im Wasser zu verschwinden. Einige Vögel sind einige Zeit uns umkreisend mit uns geflogen, um eine Chance zu haben den einen oder anderen fliegenden Fisch zu ergattern.
Die Stimmung an Bord ist trotz allem gut. Die Versorgungslage bestens, zum Abendessen gab es Gabriela´s “Riso al tonno putansca”, sehr schmackhaft!
Ach ja, und den üblichen tollen Sonnenuntergang gab es auch 😎!
P.S.: Lis hat am letzten Tag auf den Galapagosinseln leider ihr Handy verloren. Damit auch ihre Kontaktdaten. Wer mit Lis in Verbindung treten möchte, kann dies gerne über WhatsApp auf Ralfs Handy machen. Seine TelNr. ist +436644847594. Lis lässt ihre Kolleginnen im Pflegeheim Windischgarsten auf diese Weise sehr herzlich grüßen.