Nuku Hiva - Taioha´e Bay 16.3.26

Zuerst noch etwas zu gestern Abend: Lis hat beim Würfel gewonnen!

Nach dem Frühstück lichteten wir den Anker und fuhren mit Motor aus der Bucht.

Aber nicht vollständig. Am Eingang der Bucht entdeckten wir zwei Manta-Rochen.

Felix stellt die Motoren ab und wir trieben auf die beiden knapp unter der Wasseroberfläche schwimmenden Tiere zu. Dann kamen immer mehr und Ralf zählte, dass zumindest zehn dieser herrlichen Tiere mit weit geöffneten Rachen auf der Jagd nach Plankton sich hin und her bewegten.

Wir standen alle an der Reling bzw. liefen von einer zur anderen Seite um die Mantas nicht aus den Augen zu verlieren. Die Spiegelungen der Wellen machten ein Beobachten nur dann etwas leichter, wenn sich die Rochen knapp unter der Wasseroberfläche befanden. Sie haben eine dunkle Oberfläche, weiß ist ihre Unterseite und das Maul, wenn es geöffnet ist.

Das Schauspiel bot sich uns ca. 10 bis 15 Minuten. Dann verschwanden sie.

Wir setzten unsere Fahrt zur Taioha´e Bay fort, vorbei an faszinierenden Gesteinsformationen.

Taiohaé Bay ist eine breite Bucht. Es liegen hier bereits viele Boote vor Anker. Die einzige Tankstelle für Boote befindet sich auf der rechten Seite, von Meer kommend betrachtet.

Felix musste hier unseren verbrauchten Diesel nachtanken. Die Pier ist für größere Schiffe ausgelegt, sodass wir nicht direkt an der Mole anlegen konnten. Wir mussten den Anker setzen und rückwärts fahrend uns der Peer näher. Bei einem Abstand von 1-2 m wurde die Heckleine dem Marinero zugeworfen. Die Meereswellen ließen unser Boot ziemlich stark hin und her schwoien.

Mit einer weiteren Leine wurde dann der Zapfhahn über eine Strecke von ca. 5 m übergeben. Die Bedienung des Zapfhahnes war sehr ungewöhnlich und führte dann dazu, dass eine Ladung Diesel aus der Tanköffnung über Boot und Felix schwappte, obwohl der Tank erst zu 2/3 voll war. Der Tankschlauch war sehr dick und hatte eine Verjüngung beim Hahn, vielleicht vergleichbar mit einem Schlauch der einen Querschnitt für ein Betankung von LKW aufweist und ein Mundstück für einen Pkw-Tank hat.

Die ganze Betankung gestaltete sich mühevoll und ergab, dass wir von den Galapagosinseln bis zu den Markquesas 630 Liter Diesel versprudelt hatten. Gerade für die erste Tage bzw. die erste Woche waren die Motoren stark im Einsatz, um uns aus dem Flautenbereich herauszubringen.

Nach der Reinigung des Bootes und Teilen der Mannschaft ging es an Land. Felix wollte wieder ein Auto mieten um in den nächsten Tagen, die Umgebung erkunden zu können. Zum einen waren die beiden Firmen in einem Einkaufsgeschäft und einem Gasthaus mehr wie gut versteckt, was die Auffindung der Firmen zu einem Suchspiel machte. Zum anderen hatte keine der beiden Firmen für heute einen PKW verfügbar. Gemietet wurde heute ein Roller, mit dem Felix zur weit entfernten Tankstelle fahren konnte um die Spritrechnung zu bezahlen. Morgen gibt es ein Auto für 4 Personen und erst ab übermorgen eines für fünf Personen.

Gaststätten und Einkaufsmöglichkeiten sind auch hier sehr selten. Mal schauen, was sich so ergibt.

Das Internet ist hier sehr langsam. Das kann aber daran liegen, dass in unserer Bucht mehr als 20 Boote liegen und die meisten von ihnen Starklink haben. Die verfügbare Internetleistung wird dann natürlich auf alle aufgeteilt und das bremst dann alle ein.

Morgen gibt es bessere Eindrücke von unserer Bucht, da lasse ich meine Drohne wieder fliegen.

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Nuku Hiva - Hooumi 14.-15.03.26