Nuku Hiva - 17.3.2026
Der Sonnenschein des neuen Tages ließ die Bucht in einem schönen Licht erscheinen.
Die Nacht war ruhig verlaufen, obwohl wir keinen Heckanker gesetzt hatten, der das Querliegen zum Schwell in der Bucht und damit eine Schaukeln verhindern sollte.
Drei Versuche den Heckanker mit dem Beiboot zu setzen brachte nicht den gewünschten Erfolg. Auf Zug löste sich der Anker immer wieder vom sandigen Grund. Felix beließ es dann dabei. Die Nacht brachte trotzdem die erhoffte Ruhephase.
Wie versprochen ließ ich die Drohne steigen um ein Bild von der Bucht aus luftigen Höhen zu gewinnen. Bei dem was wir sahen verstanden wir die Entscheidung der frühen Entdecker hier ihren Stützpunkt zu errichten.
Schutz gegen die vom Passatwind aufgetürmten Wellen, genügend Platz für eine große Anzahl von Schiffen und Süßwasser, dass der Regen von den Bergen ins Tal brachte.
Auf Grund der doch ziemlich abgelegenen Position ist der Tourismus im Gegensatz zu den Galapagosinseln noch nicht so ausgeprägt. Heute haben wir ein großes Schiff im Hafen anlegen gesehen, dass zum einen Teil als Kreuzfahrtschiff und zum anderen Teil als Versorgungsschiff dient. Zum einen können Touristen auf diesem Schiff durch französisch Polynesien reisen, zum anderen wird durch das Schiff die Versorgung der Insel sichergestellt.
Dass es bei der Versorgung auch nicht immer klappt, haben wir gestern beim Abendessen bemerkt, als uns mitgeteilt wurde, dass die halbe Speisekarte nicht verfügbar ist. Für mich gab es gestern einen Hamburger mit Pommes, Ralf wählte eine Pizza, Lis einen Fischburger, Gabriela Ente mir Honig und Felix einen Bauernsalat. Durch die Bank waren wir alle zufrieden. Den Geschmack, den wir von zu Hause kennen erreichen die Gaststätten hier aber nicht. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Felix hat uns vor der Ankunft in Nuku Hiva schon erzählt, dass das Schwimmen in der Bucht etwas gefährlicher ist, da die Fischer, nachdem sie ihren Fang filetiert haben, die Reste in die Bucht werfen und so die Haie einladen sich damit gütlich zu tun.
Kurz bevor wir in der Bucht angekommen sind, wurde uns erzählt, wurde ein Kind von einem dieser Haie in das Bein gebissen und musste mit dem Notarzthubschrauber nach Tahiti zur ärztlichen Behandlung ausgeflogen werden.
Felix und ich machten uns heute Vormittag auf um das Moped gegen einen PKW zu tauschen. Bei der Ankunft im Hafen bemerkten wir die typischen Rückenfinnen von Haien. Die Haie stritten sich direkt an unserem Anlegeplatz um die Fischreste, die gerade in Meer beworfen wurden. Schon ein beeindruckendes Schauspiel.
Das hinderte uns aber eine Stunde später nicht nach unserer Rückkehr mit dem Pkw und einer Fahrt mit dem Beiboot zum Katamaran doch noch ins Wasser schwimmen zu gehen. Die vorangegangene Suche nach Haifinnen verlief negativ 😎.
Ralf und Lis mieteten sich den Roller für einen Tag (24 Stunden) und sind seit einigen Stunden unterwegs um die Insel näher in Augenschein zu nehmen.
Felix und ich haben uns sechs Kanister geschnappt, die zuvor mit Diesel gefüllt waren, um die Notserserve wieder zu vervollständigen. Überrascht hat uns der Preis, der mit umgerechnet 1,50 Euro für die exponierte Lage der Insel und das aktuelle Weltgeschehen uns doch sehr günstig erschien.
Mangels Alternative geht es zum heutigen Abendessen wieder in das Lokal, wo wir gestern schon waren.
Apropos gestern: Beim Würfeln haben Lis und ich gewonnen 😊.