Nuku Hiva - Hooumi 14.-15.03.26

Am Samstag, 14.3. hieß es am späteren Vormittag “Anker auf”. Die nächste Insel ist auch unsere letzte auf unserer knapp sieben Wochen langen Reise, die wir anlaufen.

Die Fahrt von Ua Pou nach Nuku Hiva erfolgte zuerst mit Motor (der rechte Motor verrichtete seinen Dienst ohne Probleme zu bereiten), da der Wind das erste Mal nahezu von vorne kam. Erst eine halbe Stunde nach unserem Aufbruch fiel der Wind soweit ab, dass wir mit “am Wind” getrimmten Segel auf den Motor verzichten konnten. Die Wellen kamen nun schräg von vorne und erreichten eine Höhe von ca. 1 m.

Die Fahrt von 28 Meilen verlief auf diesem Kurs doch etwas bewegt, die Windstärke betrug zwischen 15 und 20 Knoten. Bei diesen Verhältnissen entschied sich Lis nach einigem Nachdenken, sich das Frühstück doch wieder durch den Kopf gehen zu lassen. Ralf war sich nicht sicher, ob er dem Beispiel seiner Frau folgen sollte, entschied sich dann aber doch dagegen.

Bei der Annhäherung an die Insel erschien wieder eine Delphinschule als Begrüßungskommando und begleitete uns ein Stück. Akrobatische Einlagen gab es leider nicht.

Nach ca. fünfeinhalb Stunden Fahrt ließen wir den Anker in der Bucht Hooumi fallen. Eine schöne Bucht mit durchaus steil sich erhebenden Uferwänden gewährte uns Aufenthalt.

Drei andere Boote lagen bereits in der Bucht. Eines davon kannten wir bereits. Ein deutsches Ehepaar mit ihrem grün-gelb-weiß gestrichenen Selbstbaukatamaran war uns bereits in der Bucht von Atuona auf Hiva Oa aufgefallen .

Die Bucht, die wir als erste aufsuchten, heißt Hooumi und befindet sich auf der Westseite der Hauptinsel der Marquesas, Nuku Hiva. Durch einen in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Bergrücken ist die Bucht gut gegen die Wellen, die der Passat vor sich hertreibt, geschützt.

Das Wasser wirkte sehr dunkel, es war auch nicht zu erkennen, wer oder was sich unter der Oberfläche noch befand. Das hinderte uns aber nicht ins Wasser zu springen. Die Temperatur des Wassers war auch hier um 28 Grad.

Am Ufer entdeckten wir zwei Dächer, in der Bucht gab es aber keinen Laden und auch keine Snackbar oder ähnliches.

Gabriela stellte am Abend Fisch (Wahoo) mit Kruste und Kartoffeln auf den Tisch. Wirklich gut.

Das abschließende Würfelspiel gewannen Felix und ich 🤗.

Als die anderen zu Bett gingen, begann für mich noch eine Nachtschicht. Der letzte Film machte so seine Probleme. Als ich den Bericht und den Film dann fertig hatte, war es Mitternacht, gemessen an unserer sonstigen Gitterbettsperre um 21 bis 22 Uhr schon ziemlich spät.

Der nächste Morgen hatte auch schon sein Programm. Ralf bot Felix an, wieder auf den Mast zu steigen um das Ankerlicht (ganz oben auf der Spitze des 23 m hohen Mastes) zu kontrollieren, das nicht mehr funktionierte. Die Besteigung des Mastes erfolgte problemlos. Es war nicht das erste Mal, dass Ralf die Chance hatte, den besten Ausblick am Boot zu genießen. Fehler waren am Mast jedoch keine zu entdecken. Dieser fand sich jedoch dann in der Elektrik zu ebener Erde bzw. im Rumpf des Bootes. Das Ankerlicht funktioniert wieder.

Das nahe Ufer lockte und lud uns zu einem Spaziergang ein. Felix brachte Ralf, Lis und mich ans Ufer. Einer betonierten Fahrfläche folgend erkundeten wir die Inselwelt. Viele bunte Pflanzen, die uns aus den Gewächshäusern der Gärtnereien zu Haues bekannt waren, wachsen und blühen hier in ihrem natürlichen Umfeld.

Wir merkten auch, dass etliche Inselbewohner mit ihren Pickups zum Strand fuhren um sich dort zu treffen. Sie waren dort um miteinander Boule zu spielen und die Bucht zu genießen. Eines der Dächer spannt sich über eine größere Bodenfläche, die als Versammlungsplatz oder ähnliches dient. Auch auf dieser Insel waren die Leute sehr freundlich.

Die auf der Insel geltenden Bauvorschriften unterscheiden sich etwas von unseren. Die Baubewilligung wird auf eine Stück Karton handschriftlich erteilt.

Die auf der Bewilligung angeführte Bauzeit (2021 bis 2024) wird nicht pedantisch eingehalten. Mehr wie ein Grundfeste ist von dem Kirchengebäude, für das die Baubewilligung gilt, noch nicht zu sehen.

Wir folgten der betonierten Farbahn ins Innere der Insel und zweigten dann nach rechts ab. Wir wollten zu einem in Google Maps als “Lodge” bezeichneten Ort gelangen. Bei der Ankunft informierte uns ein Schild mit französischer Aufschrift, dass es sich hier um privates Eigentum handelt. Wir blieben an der Einfahrt zu diesem Grundstück stehen, der Eigentümer, ein älterer Herr europäischer Herkunft, teilte uns mit, dass es sich bei dem Gebäude nur um einen Beherbergungsbetrieb handelt, zu essen gäbe es aber nichts, auch nichts zu trinken. Also ging es wieder zurück zum Strand, wo uns dann Felix wieder abholte.

Der späte Nachmittag brachte noch Kaffee und Kuchen, schwimmen, schnorcheln, Blog schreiben und schlafen. Felix und Gabriela machten sich noch einmal zum Strand auf und nahmen auch unseren Müll mit, der dort in vorhandene Müllcontainer entsorgt werden konnte.

Ach ja, ich hatte auch noch Zeit meine Drohne wieder an die frische Luft zu bringen. Die Landungen glückten und ich brauche bis jetzt noch keine neue Drohne 😎.

Zum Abendessen servierte uns Gabriela Kotelette überbacken mit Zwiebel, Speck und Sahne. Hervorragend!

Sicher wollt ihr wissen, wer diesmal beim Würfelspiel gewonnen hat. Naja, ich sag es euch morgen. Für heute ist genug geschrieben.


Weiter
Weiter

Ua Pou - Hakahetau 12. und 13.3.26