Nuku Hiva - 19.3.2026 Papaete - 20.3.2026
Ich schreibe diese Zeilen bereits in Papeete, auf Tahiti. Es ist 17:15 Uhr Ortsszeit, Ralf, Lis und ich haben den Begrüßungskaffee in unsere Lodge, in der wir die Nacht verbringen werden, bereits getrunken und sitzen im Schatten der Veranda.
Der Flug von Nuku Hiva nach Tahiti verlief problemlos, er dauerte etwas mehr als drei Stunden. Morgen, Samstag, hebt der Flieger um 8:50 Uhr Richtung Heimat ab. Ankommen werden wir am Sonntag um 22:50 Uhr in Wien, wenn alles so problemlos verläuft wie bisher.
Gestern war der letzte volle Tag in den Marquesas. Den Vormittag verbrachten wir mit Packen und Reinigung unserer Kabinen und Nasszellen. Am Nachmittag starteten Lis, Ralf und ich noch einmal eine Reise durch die Inselwelt.
Wir hatten nahezu alle Straßen, die es auf der Insel gibt, schon befahren. Also fuhren auf wir Strecken, auf den wir schon unterwegs waren. Die Schönheit der Insel ließ das aber zu keinem Problem werden.
Wir wollten auch noch historische Stätten, die wir nur im Vorbeifahren gesehen hatten, genauer in Augenschein nehmen.
Am Abend vorher war ein großes Kreuzfahrschiff in unsere Bucht eingelaufen.
Die Bewohner der Insel haben sich auf solche Ereignisse schon eingestellt. Als wir am Beginn unserer Fahrt am Ufer anlandeten, gabe es eine Folkloreinheit, die wir uns auch nicht entgehen ließen.
Eine Musikgruppe von fünf Leuten und zwei Männer in Bastoutfit hatten ihre Auftritte.
Diese Szene hinter uns lassend, machten wir uns wieder auf, die Insel zu überqueren. Dabei entdeckten wir auch an einem eher abgelegenen Ort eine Ausstellung von Holzschnitzarbeiten und indigenem Schmuck.
Die Sachen waren wirklich schön und es gelang uns nicht ohne Beute die Örtlichkeit zu verlassen.
Lis und Ralf erwarben einen Holzaal, eingedenk ihrer Begegnung mit lebenden Exemplaren auf dieser Insel. Mir hatte es eine Mantarochen angetan, da wir ja auch von diesen Tieren etliche auf Nuku Hiva bewundern konnten. Ja und ein Schmuckstück (Kette) für Lis fand sich dann auch noch.
Die historischen Stätten liegen kurz vor Hatiheu. Es waren die Zeugen einer Kultur vor mehreren Jahrhunderten. Aufgeschichtete Lavasteine verschiedenste Größen ergaben eine nahezu ebene Flächen. Die Größe und die Höhe dieser Steinfläche spiegelte den Stellenwert des Bewohners wieder, dessen Haus an diese Fläche angrenzte.
Dominierend war der Haupt-Banyanbaum, der ein Alter von mehr als 600 Jahren aufweist. Der Durchmesser des Stammes beträgt ca. 20 Meter. Glyphen aus dieser alten Zeit sind noch zu finden.
Suchspiel, wer findet Lis und Ralf am Fuß des Baumes?
Der Uferbereich im Dorf ist sehr nett und sauber gestaltet. Er lädt zum Verweilen ein.
Nach der Rückkehr zum Boot stand das letzte gemeinsame Abendessen in einem Lokal am Plan. Felix hatte ein Gaststätte gefunden, die etwas mehr den Charakter eines Restaurants hatte. Spannend war aber, dass keine alkoholischen Getränke verfügbar waren. Wir konnten aber selber Rotwein mitnehmen, was uns vorher bei der Reservierung gesagt wurde. Das Essen war gut und reichlich.
Zum Abschluss gab es wieder ein Würfelspiel, das der Skipper standesgemäß mit großem Abstand gewann😎.
An dieser Stelle möchten wir, Lis, Ralf und ich, uns noch einmal herzliche bei Gabriela und Felix dafür bedanken, dass wir sie auf dieser für uns außergewöhnlichen Reise begleiten durften. Es war für uns wirklich toll, diesen Teil der Erde zu sehen und erleben zu dürfen. Danke auch für die immer freundliche Art des Umganges und die Großzügigkeit mit der ihr uns begegnet seid.
Wir wünschen euch von Herzen auf eurer weiteren Reise zu den Tuamotos und darüber hinaus Gottes reichen Schutz und Segen und immer einer Handbreit Wasser unter dem Kiel.