Nuku Hiva - 18.3.2026
Der heutige Morgen brachte gutes Licht zum Fotografieren und Schauen. Es waren kaum Wolken auf den Bergen. Alles war hell erleuchtet.
Felix und mich führte der erste Weg zur Autovermieterin um unseren 4-Sitzer gegen einen 5-Sitzer zu tauschen. Beim Anlanden im Hafen gab es wieder Sharkkino. Die Fischer waren gerade beim Zusammenräumen und Fischreste ins Meer werfen. Die Haifische rissen sich um diese “leichte” Beute und veranstalteten wieder ein großes Schauspiel.
Da Ralf und Lis noch an diesem Tag mit ihrem Roller die Insel weiter erkunden wollten, versuchte ich über Vorschlag von Ralf mir auch einen zu organisieren. Unsere Autovermieterin, die auch Roller vermietete, hatte aber keinen mehr. Felix hatte im Internet noch eine weitere Adresse gefunden, die wir aufsuchten. Im Garten vor einem in der zweiten Reihe stehenden Haus stand ein ansprechender Roller. Auf dem Tisch vor dem Haus unter einer Überdachung waren Unterlagen für die Vermietung von Rollern zu entdecken. Das Haus war aber leer. Keine Reaktion auf Rufen oder Klopfen. Also blieb uns nichts weiteres übrig als wieder unverrichteter Dinge abzurücken.
In weiterer Folge half ich Felix und Gabriela beim Einkauf für die Weiterreise (5-6 Wochen). Getränke in großer Anzahl mussten besorgt werden und auch noch andere Dinge. Nach Abschluss des Einkaufs starteten wir noch einen Versuch bei dem zweiten Rollervermieter. Das Haus war noch immer offen, aber immer noch kein Mensch vorhanden. Eine Nachbarin, die wir ansprachen, war so nett telefonisch Kontakt mit dem Rollervermieter aufzunehmen. Dieser teilte mit, dass er erst morgen früh wieder da sei. Das war für mich zu spät.
Der weitere Plan sah dann so aus: Einkauf an Bord bringen und dann mit Gabriela und Felix mit dem Auto quer über die Insel zur Nordostküste zu fahren.
Gesagt getan. Die Fahrt war für sich schon ein Erlebnis. Der Straßenbelag war größtenteils Beton, zum Teil Geröll oder dann auch Asphalt. Die stark ansteigende Küste forderte den ersten und zweiten Gang, der dritte kam nur selten zum Einsatz. Jede Menge Spitzkehren mit sehr geringer Sicht auf die weitere Fahrbahn. Ideale Strecke zum Lernen des Fahrens auf halbe Sicht, da Gegenverkehr nicht ausgeschlossen und auch tatsächlich vorhanden war.
Die Aussicht war aber die ganze Fahrt über beeindruckend, sowohl was den Baum- und Pflanzenbestand als auch der Blick in die Weite von verschiedenen Aussichtsmöglichkeiten wusste sehr zu gefallen.
Im höheren Bereich der Insel waren viele Pferde zu sehen. Es dürften Wildpferde sein, da diese sogar auf Google Maps vermerkt sind. Autos schreckten sie nicht, sie bleiben auf der Straße stehen und du musstest sehen, dass du an ihnen vorbei kommst.
Nach fünf Stunden waren wir wieder zu Hause. Ralf und Lis kamen eine Stunde später und berichteten begeistert von ihre Rollertour, die nicht nur auf befestigten Straßen, sondern auch 21 Kilometer auf unbefestigten Wegen führte.
Näheres werdet ihr nun von Ralf erfahren:
Lis und ich waren insgesamt gute 6 Stunden unterwegs. Wir sind mit dem Scooter von Taiohae zu einer “3-TälerTour” aufgebrochen. Zuerst ging es an die Ostküste nach Taipival. Von dort an die Nordostküste nach Hatiheu und von dort an die Nordseite nach Aakapa. Immer wieder Stops um die Aussicht aufzunehmen und zu genießen, in dem Wissen das übermorgen (Freitag) die Rückreise beginnt und dies die letzten Eindrücke sind. Beeindruckende Tiefblicke, spektakuläre Strassenabschnitte und eine überwältigende Pflanzenkulisse, die besonders Lis immer wieder staunen ließ. Eigentlich zu viel um es hier alles zu erwähnen. Ein paar Stichpunkte: Eine alte Siedlungsstätte (archäologische Ausgrabungen), Riesenaale, eine archaische Küstenlandschaft, und nach Aakapa ein Weg der unseren armen Scooter an seine absoluten Belastungsgrenzen brachte. Wir hatten uns entschlossen die Tour nach den 3 Tälern nicht zu beenden und den gleichen Weg zurück zu fahren, sondern einen 4×4- pflichtigen Weg (21km offroad) zum Nordwesten der Insel zu nehmen. Die Strecke war so anspruchsvoll das wir bis ¾ der Strecke nicht wussten ob wir nicht doch umdrehen müssen. Der Roller hat durchgehalten, unsere Hinterteile auch, und so konnten wir die Insel wirklich umrunden.
Das Abendlicht nütze ich noch für einen Flug mit der Drohne.
In einer guten halben Stunde geht es zum Abendessen. Mal schauen welche Qualität die heutige Gaststätte aufweist.