Hiva Oa - 7.3.2026

Gestern 6.3. sind wir auf Hiva Oa angekommen. Nachdem der Anker gefallen war, brauchten wir eine Zeit um auch psychisch und nicht nur physisch wahrzunehmen, dass wir wirklich am Ende der nahezu 3000 Meilen langen Überquerung des Pazifik von den Galapagosinseln bis zu den Marquesas angekommen waren.

Keine Nachtwache mehr! Nach knapp 20 Tagen unterbrach der Wecker den Schlaf nicht mehr.

Unser Blick fällt auch vom Boot immer wieder aufs Ufer mit dem vielen Grün und den typischen Häusern hier. Blau in allen Farben und Formen haben wir auf unserer Reise wirklich genossen. Nun freut sich unser Auge aber sehr Formen und Farben einer Insel wahrnehmen zu können.

Am Vormittag organisierte Felix einen MIetwagen. Es war ein Pickup, wie er von der Mehrzahl der Inselbewohner benützt wird. Mit ihm machten wir dann auch am Nachmittag einen Ausflug in der näheren Umgebung von Atuona, der uns die Schönheit dieses Teils der Insel zeigte. Beeindruckend war der Blick von einem etwas höher gelegenen Aussichtspunkt, von dem wir die Bucht in der unser Boot liegt in Augenschein nehmen konnten.

Am Nachmittag stand ein informativer Besuch bei dem Ausstellungszentrum Paul Gauguin und Jaques Brel am Programm. Beide Personen haben für Hiva Oa einen großen Stellenwert. Ein Besuch bei Wikipedia betreffend die beiden lohnt sich.

Ein Besuch in einem kleinen einfachen Restaurant beendete den gestrigen Tag.

Heute nutzten Felix und Gabriela am Vormittag den Mietwagen um eine Reise auf die nördliche Seite der Insel zu machen.

Am rechten Ufer unserer Bucht fand eine sportliche Veranstaltung mit großer Publikumsbeteiligung statt. Musik spielte den ganzen Tag, es wurde gegrillt und anderes Essen zubereitet. Grund der Veranstaltung waren Wettbewerbe im Kanufahren mit Auslegerbooten. Junge und erwachsene Leute befuhren eine Strecke von ca. 300 Meter und wurden groß angefeuert. Für uns gab es die Möglichkeit uns ein Mittagessen dort käuflich zu erwerben. Wir entschieden uns für Kälberherzen am Spieß mit Senfsoße. Zur Nachspeise gab es Schokoladecrepes und Kokosmilch aus einer gekühlten und extra für uns geöffneten Kokusnuss.

Um 13.:30 übernahmen Ralf, Lis und ich den Wagen und fuhren zuerst Richtung Norden, um nach Erreichen einer Seehöhe von 820 m nach Osten abzubiegen und von dort wieder runter zur Küste zu fahren. Wir waren bis 17:30 unterwegs und genossen die beeindruckende Vegetation und Landschaft dieser Insel. Zum Teil kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wälder aus Yuka-und Kokospalmen, riesige alte Mangobäume und alle möglichen Pflanzen, die wir zum Teil als Topfpflanzen kennen, die hier aber überdimensionale Ausmaße erreichen Hinterließen einen bleibenden Eindruck bei uns.

Mehr als die Hälfte der Strecke bestand aus Serpentinen, die einen höheren Gang als den Dritten nicht erlaubten. Eigentlich könnte bei den Autos auf dieser Insel der vierte und fünfte Gang ausgebaut werden.

Gegen Ende der Reise gingen wir dann noch eine Strecke von ca. 15 Minuten zu Fuß in einen Palmenwald um die Ausgrabungsstätte Tiki Souriant anzuschauen. Tiki sind diese besonderen Figuren, die aus Stein oder Holz gefertigt werden.

Dabei wurde für uns verständlich, dass im einem Jahr durchschnittlich 200 Menschen wegen herabfallender Kokosnüsse getötet werde. Im Vergleich dazu sterben nur ca. 10 Menschen im Jahr an einem Haibiss.

Als wir in unserem Hafen wieder angekommen waren, teilte uns Felix am Telefon (WhatsApp) mit, dass wir uns noch ein Lokal suchen sollen, da der Motor am Beiboot ausgefallen war und er sicher noch zwei Stunden brauchen würde, um ihn zu reparieren. Da kein offenes Lokal in der Nähe war und wir gerade sahen, dass zwei junge Damen in einem Beiboot zum Ufer fuhren, ersuchten wir sie uns doch mit ihrem Schlauchboot zu unserem Boot zu bringen, was sie auch gerne taten. So kamen wir doch noch ohne langes Warten an Bord.

Felix gelang es nicht den Motor wieder in Gang zu setzen. Er hatte aber noch einen Außenborder als Backup an Bord, den er dann montierte. Groß war dann seine und unsere Freude, als dieser sich dann nach wenigen Versuchen starten ließ.

So fand dieser Abend doch noch seinen Ausklang in einem Restaurant, wobei wir feststellten, dass unsere Pizzen zu Hause anders gemacht werden und besser schmecken.

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Tahuata - Bucht Hanamoenoa

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Tag 19 und 20 - 5. und 6.3.2026