Tahuata - Bucht Hanamoenoa

Nachdem Felix und Gabriela am Sonntag am späten Vormittag den Leihwagen zurückgegeben und einen letzten Einkauf von Lebensmitteln erledigt hatten hieß es “Anker auf” für eine Fahrt nach Tahuata.

Hiva Oa hatte einen starken Eindruck bei uns hinterlassen. Die nächste Insel Tahuata sollte uns mit einem der schönsten Strände der Marquesas überraschen.

Die Insel liegt nur etwas mehr als eine Stunde Fahrt mit dem Boot von Hiva Oa entfernt und wir waren gespannt was uns erwartete. Die Bucht wies eine handvoll Boote auf, die dort vor Anker lagen. Auf Grund unseres geringeren Tiefgangs als Katamaran konnten wir unseren Anker näher am Ufer setzen, als diese. So hatten wir einen freien Ausblick auf den wirklich schönen Sandstrand.

Schon beim Einfahren in die Bucht sahen wir Mantarochen, die dort nahe an der Oberfläche schwammen.

Wir freuten uns schon auf das Schnorcheln, mussten dann aber feststellen, dass das Wasser wegen des Sandes sehr getrübt war und keine gute Sicht auf den Meeresuntergrund und seine Bewohner zuließ.

Wir genossen es trotzdem unsere Füße in den Sand zu stecken und den Strand entlangzugehen. Nahezu jede Palme trug Kokusnüsse, viele alte Früchten lagen am Boden, ebenso die abgefallenen Blätter der Palmen. Die Palmen stehen dicht und es ist nicht einfach wegen den dazwischen vorhandenen Gewächsen weiter in den Wald zu gehen. Am schönsten ist es aber doch am Ufer unter der ersten Reihe der Palmen mit Blick aufs Meer.

In der Nacht zum Montag sind wir ruhig gelegen. Die Insel Tahuata liegt quer zur Richtung des Passatwindes, weshalb auf der windabgewandten Seite kaum Schwell vorhanden ist, der das Boot beeinflusst.

Wieder versuchten wir mit Flossen und Schnorchel die Unterwasserwelt zu erkunden, doch auch auf der anderen Seite der Bucht gab es keine bessere Sicht.

Eine gute Sicht hatte jedoch meine Drohne, die ich wieder starten ließ. Das Landen war kein Problem, ich habe sie an Land gestartet. Um Probleme mit dem Sand zu vermeiden, wurde sie am Ende der Flüge in der Luft stabil schwebend, von Ralf mit der Hand aus der Luft gepflückt. Er hat schon Routine dabei entwickelt 😊.

“Action” gab es dann doch noch.

Zu einem fuhr uns Felix mit dem Beiboot in die Nähe des Ufers, wo wir mit wasserdichten Säcken, in denen sich unter anderem meine Drohne befand, ins Wasser sprangen. Als er uns wieder holte, kam unerwartet eine hohe Welle, die unmittelbar vor dem Boot steil aufgerichtet war und zu brechen begann. Felix befand sich zu diesem Zeitpunkt im Bug des Beibootes, das sein Heck direkt zur ankommenden Welle ausgerichtet hatte. Auf Ralfs Warnruf “Welle” blickte sich Felix um und hechtete mit einem großen Sprung zum Heck, um den Schwerpunkt im Boot zu verändern. Dadurch verhinderte er den erwarteten Längsüberschlag des Beibootes. Ralf und ich wurden von der Welle weggespült und mussten unsere Sachen erst wieder zusammensammeln.

Wie ihr ja bereits wisst, ist uns am ersten Tag der Reise das Radar ausgefallen. Felix hat viele Versuche unternommen, den Fehler zu finden. Ratschläge und Empfehlungen von zu Hause halfen auch nichts. Zuletzt vermutete Felix, dass allenfalls Kabel im Radargerät selbst korridiert seien und es deshalb nicht mehr geht. Um das zu kontrollieren war wieder eine Kletteraktion von Ralf angesagt. Ausgerüstet mit seinem Klettergurt, den er mitgebracht hatte, wurde er wieder auf den Mast gezogen, wo er die Abdeckung des Radargeräts entfernte. Die Nachschau ergab, dass alles in Ordnung war und der Fehler nach wie vor nicht gefunden werden konnte.

Der Tag verabschiedete sich wieder mit einem wunderbaren Sonnenuntergang (die Bucht ist nach Westen ausgerichtet).

Gabriela überraschte uns mit einem wunderbaren Schweinsbraten mit perfekten Krusterln und traumhaften Innviertler Semmelknödeln.

Den Abschluss des Tages verbrachten wir bei spannendem Würfelspiel. Natürlich hat der Skipper zweimal gewonnen 😎.

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Hiva Oa - 7.3.2026