4. Tag - 18.2.2026

🧭 Navigation

  • Startposition 17.02.26, 18:25 Uhr: 2°55′38″ S  97°57′11″ W

  • Endposition 18.02.26, 20:20 Uhr: 3°53′57″ S  100°22′49″ W

  • Kurs: 245°

  • Tagesmeilen: 157

  • Geschwindigkeit: 6-6,5 Kn

🌤️ Wetter & See

  • Wind: 7-10kn

  • Wellen: 55 cm

  • Bewölkung / Wetter: 2-7/10, Regen nachts und trocken am Tag

  • Temperatur: 28°

Während meiner Nachtwache (03:00-06:00 Uhr) fing es an zu regnen. Um nicht allzu nass zu werden schloss ich die Stoffbahnen am Steuerstand. Bei besonders heftigen Güssen drang trotzdem Sprühwasser durch die Poren der Abdeckung, die eine Struktur hat, ähnlich wie bei uns Fliegengitter. Am Tag kann man problemlos auf das Vordeck und das Meer sehen, bei Nacht macht es sie Situation noch dunkler. Zu sehen gab es also nichts, was betreffend Schiffsverkehr aber kein Problem war, da das nächste Schiff mehr als 100 Meilen entfernt war. Meine Aufmerksamkeit galt dem Wind, seiner Stärke und seiner Richtung. Da sich dieser aber kaum änderten brauchte es auch keine Änderung der Segelstellung.

Bei Anbruch der Dämmerung um 05:30 Uhr waren dunkle Wolken zu erkennen, die den Himmel achtern dominierten.

Sonnenstrahlen zwängten sich zwischen den Wolken durch und veringerten die Bedrohlichkeit ihres Erscheinungsbildes.

Der Blick über den Bug zeigte, dass dort der blaue Himmel Immer mehr an Dominanz gewann und ich freute mich, dass der neue Tag auch wieder schön werden würde.

Als gelernter Österreicher ist man den schnellen Wechsel zwischen dunklem bedecktem Himmel und blauem Himmel mit weißen Wolken nicht gewöhnt. Man hat immer das Gefühl dass das vorhandene Wetterbild einige Tage andauern wird.

Im Laufe des Tages frischte der Wind etwas auf und es gelang uns das erste Mal die gewünschte Bootsgeschwindgkeit von 6 Knoten ohne Motorunterstützung zu erreichen. Der Genaker und das Großsegel waren auf nahezu Amwindkurs getrimmt. Der wahre Wind kam als Halbwind backbords auf das Boot zu, verbunden mit dem Fahrwind des Bootes entwickelte sich ein scheinbarer Wind von plusminus 60 Grad backbord. Zum Teil war auch eine Strömung festzustellen, die uns eine zusätzliche Geschwindigkeit in Fahrtrichtung von einem halben bis einem Knoten brachte.

Der Bordrhytmus hat sich gut eingespielt. Es geht uns allen gut.

Sehr erfreulich war, dass es dem Skipper Felix, mit Hilfe aus Österreich, gelang, den Kartenplotter wieder beständig zum Funktionieren zu bringen. Auch der Autopilot verrichtet seine Dienste ohne regelmäßig auszufallen. Nur das Radar geht immer noch nicht. Mal schauen, ob auch das noch wieder in Betrieb gesetzt werden kann.

Der Nachmittag diente allen als Erholungsphase. Wir genossen die warme Luft, das unendliche Blau rings um uns und die wiegende Bewegung des Bootes. In einiger Entfernung konnten wir wieder Delphine wahrnehmen. Vereinzelt waren Sprünge zu sehen, zum Boot kamen sie aber nicht. Anscheinend reichte ihnen ihre eigene Gesellschaft, unsere brauchten sie nicht.

Am späten Nachmittag ertönte plötzlich die Klingel, die mit den beiden Angelruten, die wir wieder in Betrieb gesetzt hatten, verbunden war. Es hatte ein Fisch angebissen, der sich aber wieder vom Haken befreien konnte. Also kein Petriheil.

Der späte Nachmittag brachte wieder ein farbenprächtiges Schauspiel, gestaltet von der untergehenden Sonne und den am Horizont sich auftürmenden Wolken. Dankbarkeit, dies erleben zu dürfen, macht sich in unseren Herzen breit.

Zum Abendessen gab es Spaghetti Bolognesa. Sehr gut und reichlich.

Die nächste Nachwache (21:00-24:00 Uhr) steht an. Also dann, bis morgen.

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