3. Tag - 17.2.2026
🧭 Navigation
Startposition 16.02.26, 18:25 Uhr: 2°5′18″ S 95°44′4″ W
Endposition 17.02.26, 20:20 Uhr: 2°55′38″ S 97°57′11″ W
Kurs: 215°
Tagesmeilen: 128
Geschwindigkeit: 6-6,5 Kn
🌤️ Wetter & See
Wind: 5-7kn
Wellen: 25 cm
Bewölkung / Wetter: 2/10, trocken
Temperatur: 28°
Der Tag beginnt mit einem guten Frühstück. Ralf und Lis haben ausreichend Getreide für ihr Spezialmüsli mitgebracht, das am Abend vorher bereits angesetzt wird. Dazu gibt Kaffee, Tee, getostetes Brot , Marmelade, Wurst, Käse, Tomaten, Karotten, Kraut (gut gegen Skorbut 😉). Man gönnt sich ja sonst nichts 😎.
Das Wetter ist unverändert. Nach wie vor zu geringe Windgeschwindigkeit um den Motor nicht mehr als Unterstützung mitlaufen lassen zu müssen.
Bei Beurteilung der Windkarte und der weiteren zu erwartenden Entwicklung zeigte sich, dass der Bereich der Flaute bzw. geringen Windgeschwindigkeit, in der wir uns befanden, sich weiter in Fahrtrichtung nach den Marquesas ausbreiten wird.
Das Mittagessen fällt kleiner aus (meistens auch kalt), da es ja ein gutes Abendessen gibt. Felix und Gabriela lassen das Mittagessen ausfallen.
Am Nachmittag entschieden wir uns nicht mehr den direkten Kurs Richtung Marquesas beizubehalten, sondern ihn in Richtung der im Windfinder südlich dargestellten Windzone mit 10-15 Knoten Wind abzuändern. Das bedeutet zwar mehr Wegstrecke, wir hoffen aber so in einen Bereich zu kommen, wo wir mit den Segeln eine durchschnittliche Geschwindigkeit vo 6 bis 6,5 Knoten erreichen können. Unser Vorrat an Diesel ist begrenzt. Wir haben zwar 1000 Liter an Bord gehabt, damit können wir aber nicht dies gesamte Strecke die Fahrt unterstützen.
Der Kartenplotter und der Autopilot spinnen nach wie vor und brauchen alle 15 bis 45 Minuten einen Resett. AIS ist auch weiterhin nicht verfügbar. Das macht aber zur Zeit keinen großen Stress, da das nächste Schiff ca. 100 Meilen entfernt ist. Das sagt zumindest meine Handyapp.
Felix hat den Ärger mit dem Kartenplotter dadurch etwas verringert, dass er ein Kabel vom Stromkasten samt Schalter zum Steuerstand verlegt hat, mit dem wir den Kartenplotter und den Autopiloten von dort aus neu starten können. Das erspart uns viel Herumkletterei an Bord. Lästig ist es aber trotzdem.
Am frühen Nachmittag legten wie wieder einen Badestop für 15 Minuten ein. Ein entspannendes Erlebnis bei ca. 5000 Meter Wassertiefe. (Beim Schwimmen fällt die Wassertiefe nicht wirklich auf 😊)
Die beiden Angeln sind wieder in Betrieb, angebissen hat bis jetzt noch kein weiterer Fisch. Der schnelle Fischfang am Anfang der Reise darf nicht als Maßstab gesehen werden, wie wir aus der Atlantiküberquerung wissen.
Am Nachmittag entdeckten wir wieder in einiger Entfernung eine Delphinschule, die sich aber unserem Boot nicht näherte. Es war aber auch schon sie aus der Entfernung zu beobachten.
Richtig entspannend war dann der tolle Sonnenuntergang um 18.45 Uhr. Man kann sich daran nicht satt sehen. Man sitzt am Bug und wartet bis von der Sonne wirklich nichts mehr zu sehen ist. Die Dämmerung ist kurz, wir sind ja in der Nähe des Äquators.
Zum Abendessen gab es Goldmakrele im Speckmantel mit Kartoffelgratin. Lecker.
Da die Ruderwache für mich wieder um 03:00 anstand (Felix 21:00 Uhr, Ralf 00:00 Uhr), startete ich den Matratzenhorchdienst um ca. 21 Uhr. Mit dem Schlafen habe ich Gott sei Dank keine Probleme.