Tahauata - Bucht Vahitau 2.Tag
Das Wetter hatte sich über Nacht nicht verändert. Die Regenwolken beherrschten die Szenerie wie am vorangegangenen Tag und alle 15 bis 20 Minuten gab es einen Regenguss. Warmer Regen, fast wie eine Dusche.
Laut Skipper würde sich das Wetter zu Mittag bessern. Wir warteten also noch ab, ob wir noch eine Nacht in der Bucht bleiben oder nicht.
Um 13:00 Uhr begannen sich die Wolke zu lichten, das Wetter schien sich nach dem Wetterbericht zu richten.
Wir blieben in der Bucht, zumal am nächsten Tag eine Wegstrecke von 60 Meilen zu bewältigen war. Der Skipper legte den Ablegezeitpunkt mit 05:00 Uhr morgens fest. Er wollte sicher gehen, dass wir das Ankermanöver noch bei Tageslicht fahren können.
Ein weiterer Landgang steht an.
Wir finden eine weitere Snackbar, die offen hat, trinken etwas und lassen uns die angebotenen Mangos schmecken. Herrlich reife, süße Früchte.
Wir fotografierten die mit Kreide auf einer Tafel geschriebenen Menüs und bestellen einen Tisch für den Abend.
Neben der Snackbar befindet sich das einzige Geschäft in diesem Ort. Alles, was hier angeboten wird muss per Schiff von Hiva Oa hergebracht werden. Spülmittel stand auf der Einkaufsliste, die Schokolade ging auch schon zur Neige.
Nach dem Einkauf wurden wir von drei jungen Burschen angesprochen. Sie wollten wissen, wo wir herkamen, konnten dann aber mit unserer Antwort nichts anfangen. Einer der drei trug einen Hahn auf dem Arm, er hatte an seinem Fuß auch ein dünne Leine befestigt. Er erzählte uns, dass es sich um einen wilden Gockel handelt, den er mit Körnern anlockte und dann mit seiner Leine fing. Der Hahn schien sehr zufrieden, er wehrt sich gegen die Behandlung der Jungen nicht
Nach unserer Rückkehr zum Boot packte Felix sein Flitebord aus. Das ist ein Bord mit einem Elektroantrieb und Foils. Wenn man es beherrscht, hebt sich das Bord auf dem man steht, aus dem Wasser. Durch Gewichtsverlagerung kann man es steuern. Die Geschwindigkeit wird durch einen Regler, der an der Hand befestigt wird, bestimmt. Ich kannte das Bord schon. Nach der Atlantiküberquerung habe ich versucht dieses Gerät bestimmungsgemäß zu benützen. Etliche Stunden Übung haben damals dazu geführt, dass ich stehend auf dem Bord fahren konnte, wobei es noch auf dem Wasser dahinglitt. Auf die Foils kam ich auch, aber immer nur für wenige Sekunden 😂.
Felix stieg aufs Bord und zog gekonnt einige Runden um unser Boot. Dann war Ralf an der Reihe. Seine Positionen auf dem Bord entsprachen genau den meinen bei meinen Versuchen vor zwei Jahren. Man muss ihm aber zugute halten, dass er die Versuche bei doch einigem Wellengang und böigen Wind machte. Aber aller Anfang ist schwer. Leicht ist alles, was man kann. Da haben wir aber noch Einiges vor uns.
Es folgte der landesübliche tolle Sonnenuntergang, das Abendessen an Land (gut und mehr als reichlich), der Erwerb eines tollen handgeschnitzten Blauwales …
… sowie das Würfelspiel, das der Skipper knapp aber dennoch gewann 🙃.
So, ab ins Bett, Tagwache um 04:55!