Von einem unerwarteten Besuch und 23 Höhenmetern
Gestern, Montag, 9.2.26, stand für Ralf, Lis und mich kein Ausflug am Plan. Ungeplant war auch der Besuch, der sich in den Morgenstunden bei uns einfand.
Bei einem Blick auf das Heck des Bootes präsentierte sich ein stattlicher Seehund, der es geschafft hatte sich aus dem Wasser über die drei Stufen auf den Bereich vor der Kabine zu platzieren und es sich dort gemütlich zu machen. Bei Annäherung öffnet er das eine oder andere Auge, manchmal hob er auch den Kopf um uns genauer in Augenschein zu nehmen. Anstalten sich von seinem eingenommen Platz zu entfernen machte er nicht. Als er dann begann uns seine funktionierende Verdauung zu demonstrieren, verminderte sich die zuvor vorhandene Sympathie doch etwas. Nach einiger Zeit wurde der Wasserschlauch in Funktion gesetzt, was ihn letztendlich doch bewog sich wieder in Wasser zu verfügen.
Nach dem Reinigen des Heckbereichs von den Hinterlassenschaften des Seehundes stand eine Reparaturarbeit an.
Die Dirk (Leine, die speziell dafür konzipiert ist, den Baum, also den horizontalen Mast, zu stützen und zu positionieren. Sie erstreckt sich vom Masttop, dem höchsten Punkt des Mastes, bis zur Baumnock, dem äußersten Ende des Baums.) hatte sich gelöst und hatte sich im oberen Bereich des Mastes verwickelt.
Bei der Frage, wem die Aufgabe zur Bewältigung der 23 Höhenmeter bis zur Mastspitze übertragen werden wird, fiel die Wahl auf Grund der diesbezüglichen Qualitfikation als Berg- und Höhlenretter relativ schnell auf Ralf. Er machte sich nach akribischer Vorbereitung auf den Aufstieg, der unterstützt durch Gerhard und Reinhard sowie der Elektrowinsch durchgeführt wurde. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden Arbeit war das Problem dann gelöst und die Dirk konnte wieder am Ende des Großbaumes befestigt werden.
Der Skipper war nach seiner Rückkehr von einem Landaufenthalt mit der Lösung des Problems sehr zufrieden.
Auch die Sonne hatte ihr Aufgabe erfüllt und Ralf und Reinhard einen Sonnenbrand verpasst.
Der letzte Abend mit Gerhard und Martin wurde in einem guten Lokal mit sehr gutem Essen verbracht. Heute geht es für die beiden über Quito, Amsterdam nach München bzw. Wien.